Januar 2017

Berge versetzen

Und wenn ich prophetisch reden könnte
und wüsste alle Geheimnisse
und alle Erkenntnis
und hätte allen Glauben,
sodass ich Berge versetzen könnte,
und hätte die Liebe nicht,
so wäre ich nichts.

(1. Korinther 13,2)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  
Berge versetzen – mein Eindruck ist,
viele von uns meinen, dass müssten sie schaffen.
Das müssen sie leisten können.
Das erwarten sie von sich selbst.
Das erwarten andere – meinen sie – meine ich dann.
Das wäre doch ein guter Vorsatz für das beginnende Jahr 2017.
!
?

Glaube versetzt Berge.

Die Berge der Lasten, die wir auf unseren Schultern spüren:
eingespannt in berufliche und/oder private Verpflichtungen, 
die Lasten einer Erkrankung und ihrer Folgen –

Fähigkeiten, die verloren sind,
Hobbies, die man nicht mehr ausüben kann,
Angst vor der Zukunft,
Verlust von Freunden und Freundinnen,
Aufgaben, die man nicht mehr erfüllen kann –

solche Berge „versetzen“ nicht selten auch den Glauben.

Nichts ist mehr, wie es war.
Nichts wird wieder sein, wie es war.

Manche empfinden nach und nach:
Das ist nicht nur schlimm.

Je mehr wir erkennen,
desto deutlicher wird,
wie sehr wir von Geheimnissen umgeben sind,
die wir nicht fassen können.

Beispiel: Liebe.
Wirkliche Beziehungen zu wirklichen Menschen.
Entdecken!

Pfarrerin Dr. Corinna Schmohl, Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital und Frauenklinik